„Lebensfestlichkeit“

Es ist ein sehr altes antikes Wort auf das ich beim katholischen Philosophen Kurt Hübner stieß in „Die Wahrheit des Mythos“. Er

Selten verstreut taucht es im Internet auf. Vermutlich denkt er dabei an den religiösen und zivilen Festkalender der alten Griechen oder die katholischen Feste im Kirchenjahr. Der Begriff trägt eine grosse Positivität in sich. Es drückt Freude und Feststimmung aus, Unterbrechung des schönden Alltags.

Folgt man diesem phänomenologischem Befund des Schweizer Psychaters Ludwig Binswanger, stehen besonders manisch-depressiv Erkrankte einer „festlichen Daseinsfreude“ nahe.

Diese Artikulation in ihrer eigentümlichen Positivität dreht auffällig die Negativität von Martin Heideggers früher krypto-religiöser Fundamentalontologie nahezu um ins Gute. Dasein ist auch zum Fest bestimmt, zum friedlichen Miteinanders, nicht zu Kampf und Tod.

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